Es gibt kein Entkommen

© Clara Serer Martínez

© Clara Serer Martínez

Ich rufe dich an und warte, aber du erscheinst nicht.

Erwarte, ich erwarte dich. 

Die Stille bleibt und diese schreckliche Warterei, die mich schließlich verückt machen wird…

Ich kann das nicht länger mit ansehen

Schreckliche Alpträume und einen teuflischen Pakt.

Ich musste meine Seele verkaufen, um mich zu befreien.

Dann muss ich sehen, wie meine Gliedmaßen in die Welt abstoßen, was sie alles ausspucken können.

Auf diese Art lindere ich die grausame Krankenheit, die in meiner Seele lebt.

Ich biete Ihnen alles, was Sie wollen, und Sie lassen mich im Gegenzug ruhig.

Was für eine Untauglichkeit! Meine Seele wird zu einem niedrigen Preis verkauft, weil ich nicht mehr konnte.

Atemzug nach Atemzug, beginnt diese zerstreuten Fetzen zu flechten. Chaotisch, künstlerisch, problematisch.

Etwas passiert in meinem ausgedehnten Kopf.

Ein endloser Ort, unkontrollierbar, unveräußerlich und zu dunkel.

Die Stille bleibt und dann kann ich fühlen, wie sich diese Stimmen nähern.

Ich fühle sie.

Sie galoppieren auf mich zu.

Sie verspäten sich, aber ich warte immer auf sie.

Da bleibe ich.

Sie sind nichts, nicht anderes als mein Ruin. Aber auch sind sie meine süße Seligkeit.

Ich warte auf sie, weil ich meinen Teil der Abmachung erfüllen muss. Mit meiner Hand auf der Brust habe ich das Unaussprechliche ausgesprochen.

Es gibt kein Zurück.

Bald kommen sie. Kein Zurück. Es gibt kein Zurück mehr.

Es ist Zeit. Jetzt muss ich alles, die in mir ist, gestalten.

Ich kann tagelang nicht schlafen. Das ist meine Strafe. Die Verurteilung der Schöpfung.

Ich musste ihn rufen. Ich konnte den Druck nicht mehr ertragen.

Als ob ich ein Verbrecher wäre, warte ich auf meine Stunde.

Heute bringst du eine tausendjährige Inkwell. Ich werde deine Anfragen befriedigen.

Ich musste enden, um Frieden zu bewirken.

Bis zum nächsten Mal.

Ich halte den Stift, dann fühle ich, wie mich eine brennende Peitsche brennt. Die Hitze läuft durch meinen Körper und sie verwüstet meinen –rekonvaleszenten– Verstand.

Du bist schon hier. Du bist in mir. Immer die gleiche Geschichte.

Ich sterbe vor dir.

Du verurteilst mich, aber gleichzeitig befreist du mich von dieser Verurteilung.

Du versetzt meinen Körper in Unruhe. Du hast mir alles weggenommen.

Du. Ja, ja… du.

Du bist alles, was ich habe, und ich bitte dich daher um Erbarmen, Milde.

Lass mich frei! Bitte. Mach es schnell und ende bald. Dann lässt du mich zum nächsten Mal in Ruhe atmen.

Schweigen, sprich mein Herz, das geknebelt ist.

Das geht keinen was an. Das ist nur unser Problem.

Er ist unschuldig. Lass ihn ruhig!

Zum Schweigen bringst du mein Gehirn, das meine rechte Gehirnhälfte. Alles, was auf der gegenüberliegenden Seite liegt, ist unbrauchbar gemacht.

Ich kann die Schweißtropfen auf meines Stirn fühlen, aber ich bin unfähig, dich zu sehen. Was machst du denn mit meinen Hände?

Verwünschung!

Unterlass das bitte! Du durchbohrst meinen Kopf.

Diese Situation macht mich ganz krank. Bring mich noch um! Erschütterung.

Die Stille bleibt.

***

Ich komme wieder zu Kräften. Wie du wolltest, heißt heutige Schaffung „Es gibt kein Entkommen“.

Schweigen.

Frieden.

Lady Bachmann.

 

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